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10. Oticon Symposium in Hamburg

05.12.22

Wissenschaftliche Beiträge, populär präsentiert. Dazu Unterhaltung und Staunenswertes mit Bezug zum täglichen (Berufs-)Leben. Auf dem Oticon Symposium am 24. November in Hamburg blickten Vortragende und Teilnehmer über den Tellerrand – und in die Zukunft der Hörakustik.

In einer Welt, die nicht nur wirtschaftlich gerade aus den Fugen gerät, käme die Akustik-Branche einem berühmten gallischen Dorf gleich – zog Torben Lindø, Geschäftsführer von Oticon, in seiner Eröffnung im Curio-Haus einen nachdenklichen Vergleich zu Asterix & Obelix. Und zeigte sich dankbar für ein trotz aller Widrigkeiten stabiles Geschäftsjahr. Zu dessen Abschluss lud dann Horst Warncke, Leiter Audiologie bei Oticon, zu einer „inspirierenden“ Reise durch ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm ein.

Neues aus der Forschung

Oticons Sirenen, Geschirrgeklapper, Fahrradklingeln – Antworten auf die Frage, wie Störsignale unsere Aufmerksamkeit beeinflussen, lieferte gleich zu Beginn Dr. Dorothea Wendt vom Eriksholm Research Centre in Dänemark. Die Expertin für Pupillometrie erforscht mit ihrem Team, welche physiologischen Reaktionen sogenannte saliente Geräusche hervorrufen – messbar als Weiten und Schließen der Pupillen sowie als Nervensignale im Kortex. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten ebenso in die Weiterentwicklung von Hörsystemen einfließen wie jene, die sich aus den Forschungen von Prof. Dr. Ing. Jens Ahrens ergeben: Google glasses sind tot, es leben Smart Glasses lautete das Motto seines Vortrags. Der Leiter der Forschungsabteilung „Audiotechnologie“ an der Chalmers University of Technology in Göteborg/Schweden präsentierte Neuentwicklungen dieser Computer in Brillenform. Ausgestattet mit einer Vielzahl von Mikrofonen und Kameras sollen ihre Sensorsignale unter anderem dazu genutzt werden, um Hörschwächen auszugleichen oder menschliche Stimmen hervorzuheben.

Wann das so weit ist? Ungewiss, aber Horst Warncke gab sich überzeugt und visionär: „Irgendwann wird sich all diese Forschung in unseren Hörsystemen widerspiegeln. Und irgendwann werden Hörgeräte wissen, was wir hören wollen.“

Ein Blick über den Tellerrand

Als für jeden schon heute nützlich erwies sich das anschließende Gedächtnistraining mit Dr. Boris Nicolai Konrad, der aktuell an der Radboud Universität in Nimwegen/Niederlande zu den Grundlagen herausragender Gedächtnis- und Denkleistungen forscht – und sich dabei selbst als Studienobjekt dient. Denn der Gedächtnissportler hält zahlreiche Weltrekorde und steht bereits mehrfach im Guinness Buch der Rekorde. Dass er zu Beginn seines Vortrags rund 70 Symposiums-Teilnehmer, zu denen er in der Pause vorher kurz Kontakt hatte, fast ausnahmslos beim Namen nennen konnte, wird dafür nicht reichen, sorgte aber für einige offene Münder im Auditorium. Und das war nicht alles: Nach einer kurzen Übung „In Bildern denken“ hatten die Teilnehmer die Namen aller 12 bisherigen deutschen Bundespräsidenten in chronologischer Reihenfolge fest auf der eigenen „Festplatte“ eingebrannt – plus eine Anleitung, mit der sich auch künftig Namen, zum Beispiel von Kunden, leichter merken lassen.

Um Menschen nicht nur mit Namen ansprechen, sondern auch gewinnen zu können, sei die Stimme ein wichtiges Werkzeug, versicherte im Anschluss Vortragsrednerin, Trainerin und Coachin Dr. Monika Hein: „Beim Sprechen definieren wir den berühmten Ton, der die Musik macht.“ Empathie, Wut, Gleichgültigkeit – mit unserer Stimme tragen wir unser Inneres nach außen. Allerdings seien sich viele Menschen dieses „Instruments“ gar nicht bewusst. „So klinge ich eben“ heißt es dann oft. Dabei beeinflussen Atmung, Körperhaltung, Klang, Artikulation, Satzmelodie, Tempo und Betonung wie Schieberegler an einem Mischpult unsere Stimme. Damit umgehen und sie bewusst steuern zu lernen, lohne sich – im Beruf wie im Privaten. Heins Überzeugung: „Wenn die Stimme stimmt, stimmt alles.“

Mindestens so entscheidend wie die Stimme ist aber die Motivation – wenn man dem Seminartrainer, Buchautor und Primetime-Radiomoderator Paul Johannes Baumgartner folgt. Gemäß dem Slogan „Ohne Emotionen, keine Ovationen!“ warb der Experte in seinem abschließenden Vortrag „Vom Kunden zum Fan ­– Das Geheimnis der Begeisterung“ für mehr gelebte Überzeugung im daily business. Damit ließen sich Kunden gewinnen, binden und im Bestfall zu echten Fans machen. Worin der Unterschied liegt? „Kunden muss man locken, Fans kommen von allein. Kunden geben ihr Geld, Fans geben ihr Herz. Kunden sind Kritiker, Fans sind Werbeträger. Kunden reklamieren, Fans verzeihen.“ In diesem Sinne: Öfter mal das Herz in die Hand nehmen – und in die Stimme legen. Das könnte auch die Welt gut gebrauchen.

Abends folgte ein Showprogramm der Extraklasse in der ASTRA Brauerei St Pauli GmbH. Das Motto „Spannung, Glitzer, Unterhaltung“ hielt, was es versprach: mit dabei Top-Acts wie Burlesque-Star Setty Mois, Musical-Künstler von Stage Entertainment, St. Pauli Nachtwächter Erwin, Drag-Queen Leona London und DJ SuperZandy.


Über Oticon

Oticon designt und entwickelt seit mehr als 115 Jahren Hörsysteme für Erwachsene und Kinder, deren Gehör geschädigt ist. Als einziger Hörgerätehersteller der Welt verfügt Oticon über ein eigenes Forschungszentrum. Im Dialog mit Nutzern, Wissenschaftlern, Entwicklern und Hörakustikern werden die Oticon Hörsysteme kontinuierlich weiterentwickelt, um passende Lösungen für ihre Kunden zu finden. Das Ziel des dänischen Konzerns ist es, Menschen mit „life-changing technology” zu unterstützen. Oticon ist einer der größten Hörgerätehersteller der Welt und Teil der Demant-Gruppe, in der weltweit über 18.000 Mitarbeiter arbeiten.


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